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Kleidung




Kleidung

JEDEM Motorradfahrer sollte klar sein, dass man ohne Schutzkleidung nicht fährt !!!
Leider scheinen aber einige von uns den Sinn und Zweck von passender Motorradkleidung noch nicht verstanden zu haben.
Aus diesem Grund möchten wir mal grundlegend darauf eingehen, worauf man beim Kauf achten sollte und auf welche Teile der Kleidung man unter keinen Umständen verzichten darf.

Da sich viele Biker nicht sicher sind, ob die Schutzkleidung aus Leder oder Textil (GoreTex, SympaTex, usw.) sein sollte, gehen wir erstmal auf die verschiedenen Eigenschaften ein. Beide besitzen Vor- und Nachteile.

LEDER
Leder bietet einen sehr guten Schutz beim Rutschen. Es besitzt eine bessere "Bremswirkung" als Textilkleidung.
Durch seine Dicke ist es sehr reißfest, es flattert nicht bei höheren Geschwindigkeiten und verrutscht selten bei einem Sturz.
Leider ist Leder oft nicht atmungsaktiv und sehr schwer. Vom Fahrtwind bekommt man nichts mit, außer bei sogenannten "AirVent" Lederkombis. Diese besitzen viele kleine Löcher und lassen so den Fahrtwind durch.
In der Übergangszeit ist es zudem bei einer gut sitzenden Kombi kaum möglich, wärmende Kleidung darunter zu tragen.
Wenn es regnet, wird man unweigerlich bei den meisten Lederkombis nass.
Man sollte also immer eine Regenkombi griffbereit haben.

TEXTIL
Mit Textilkleidung sind NICHT irgendwelche Jacken und Hosen gemeint, sondern nur spezielle Motorradkleidung!
Einen Schutz gegen Regen bieten fast alle, aber atmungsaktiv sind meist nur die teuren Vertreter mit GoreTex oder Sympatex Membrane. Diese transportieren die Feuchtigkeit nach außen wo sie verdunsten kann und schützen vor dem Fahrtwind.
Beim Sturz bieten sie einen ausreichenden Schutz. Im Gegensatz zum Leder ist der "Bremsweg" länger und die integrierten Protektoren können verrutschen. Wenn es mal etwas schneller wird, flattern viele Textiljacken.
Fast alle besitzen ein herausnehmbares Innenfutter, was gerade im Sommer und in der Übergangszeit von Vorteil ist.

 

Von Kopf bis Fuß gut geschützt:

Helm
Jacke
Airbag
Hose
Stiefel
Handschuhe
Accessoires

Nun noch ein paar Worte zur Unterwäsche:
Die meisten Motorradfahrer denken leider nie über die Wahl der Unterwäsche nach.
Aus Sicherheitsgründen sollte diese IMMER aus 100% Baumwolle bestehen, oder es sollte sich um spezielle "Funktionsunterwäsche" für Motorradfahrer handeln.

Bei einem Sturz kann es durch die Reibung sehr heiß werden, so dass gelegentlich auch Brandverletzungen unter der Kombi zu finden sind. Wenn jemand bei einem Sturz synthetische Unterwäsche an hat, kann sich diese in die Haut einbrennen und ist dann oft nur sehr schwer wieder zu entfernen.

Verletzungshäufigkeit bei Motorradunfällen

Verletzungshäufigkeit bei Motorradunfällen