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Airbag für Motorradfahrer

Alle gängigen Airbagsysteme werden zur Zeit mit einer Gaspatrone betrieben. Nach dem Auslösen des Airbags kann die Gaspatrone ausgetauscht und die Jacke nach dem Zusammenfalten weiter verwendet werden. Natürlich sollte der Airbag vorher noch auf Beschädigungen geprüft werden.

Leider hat man die ganze Zeit diese Patrone vor der Brust hängen. Diese ist relativ schwer und der Tragekomfort leidet schon ziemlich stark darunter. Des Weiteren könnten durch die Gasflasche die Rippen gebrochen werden, was erklärt, warum die Patrone auf der linken Seite untergebracht ist.
Die zur Zeit gängigen Systeme werden durch eine Reißleine ausgelöst, die mit dem Motorrad verbunden ist. Dies birgt allerdings die "Gefahr", dass man beim Absteigen vergisst die Verbindung zu trennen. Keine Angst, der Airbag löst erst bei einer Zugkraft von 25 - 35 Kg aus. Eher fällt wahrscheinlich das Motorrad um, als dass der Airbag auslöst.

An Systemen, die elektronisch auslösen, wird zur Zeit von mehreren Unternehmen gearbeitet. Zur Serienreife hat es aber noch keines dieser Systeme geschafft.

Leider sind keine Informationen zu bekommen, in wie weit sich der "Bremsweg" des Fahrers nach einem Sturz durch den Airbag verlängert. Da die Jacke (Weste) mit Luft befüllt ist, "prallt" der Körper beim Rutschen häufiger vom Boden ab, was zu einer Verlängerung des besagten "Bremsweges" führt. Für einen Motorradfahrer ist es aber besonders wichtig so schnell wie möglich zum Stillstand zu kommen, um nicht mit irgendwelchen Hindernissen wie z.B. Leitplanken oder Bäumen zu kollidieren.

Hier ein Video über die Airbagjacke von Dainese