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Handschuhe

Bei Motorradhandschuhen sollte man nicht nur auf den Wetterschutz achten, sondern auch auf den Schutz der Hände bei einem Sturz. Immer wieder sieht man Motorradfahrer, die ohne Handschuhe unterwegs sind.
Es ist ein ganz natürlicher Instinkt bei einem Sturz den Fall durch die Hände abzufangen. Wenn diese dabei allerdings nicht geschützt sind, können sie bis auf die Knochen abgeschliffen werden.
 
Grundsätzlich unterteilen wir in vier Bereiche:

  • Sommer
  • Übergang
  • Winter
  • Regen

Jedes dieser Handschuhe hat besondere Eigenschaften, auf die wir hier näher eingehen möchten. 

Vorsicht vor sogenannten "Fäustlingen", diese sind unter keinen Umständen beim Motorradfahren anzuziehen.
Viele Motorradfahrer bremsen und kuppeln von Zeit zu Zeit mal nur mit zwei Fingern. Dies ist mit solchen Handschuhe nicht möglich und kann zum Sturz oder sogar Unfall führen.

Sommerhandschuhe

Da die meisten Motorradfahrer nur bei schönen Wetter unterwegs sind, sind diese Handschuhe am weitesten verbreitet.
Man bekommt sie ein vielen verschiedenen Ausführungen, mit gelochtem Leder, Sommerhandschuhemit Stulpen, mit Nieten sowie mit oder ohne Protektoren.
Bei Sommerhandschuhe sollte man darauf achten, dass sie gut passen und an den Fingern mit Verstärkungen / Protektoren ausgestattet sind.
Handschuhe mit gelochtem Leder sind an besonders heißen Tagen sehr angenehm, da sie den Fahrtwind durchlassen. Was die Sicherheit angeht, so haben sie nur den Nachteil, das man sie nicht mit Stulpen bekommt, weshalb das Handgelenk oft ungeschützt sind.
Sollten die Handschuhe bei Kauf ein Innenfutter besitzen ist es am besten, dieses so schnell wie möglich zu entfernen.
(Dies gilt natürlich nicht bei wasserdichten Handschuhen!) 

  1. Der Schweiß sammelt sich im Innenfutter und der Handschuh wird meistens nicht bis zum nächsten Tag wieder trocken.
  2. Man hat bei weitem nicht so viel Gefühl für die Maschine und das Innenfutter rutscht im Handschuh häufig hin und her.
    Nachteilig nach dem entfernen der Innenfutters ist, dass der Handschuh dann in der ersten Zeit etwas abfärben wird.

Übergangszeit

Handschuhe für die Übergangszeit werden leider sehr häufig mit Winterhandschuhe verwechselt. Sie sind allerdings nicht ganz so stark gefüttert und können "nur" bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt gefahren werden.
Eine wichtige Rolle spielt dabei die gefühlte Temperatur, der sogenannten WINDCHILL.
Wie auch bei den Sommerhandschuhen ist auch bei diesen auf eine gute Passform zu achten. Leider findet man selten Handschuhe für die Übergangszeit mit Protektoren und sollte deshalb darauf achten, dass die Finger mit Lederverstärkungen versehen sind.
Auch sollte beim Kauf darauf geachtet werden, dass die Handschuhe "Wasserdicht" sind.

Natürlich sollte man im Gegensatz zu den Sommerhandschuhe, hier das Innenfutter drin lassen. ;-)

Ansonsten gilt es die gleichen Dinge zu beachten, wie bei allen anderen Motorradhandschuhen.

Winterhandschuhe

Auch wenn die wenigsten Motorradfahrer das ganze Jahr durchfahren, möchten wir hier ein paar kleine Tipps für die Wahl der Winterhandschuhe geben.
Gerade im Winter sollte man den bereits erwähnten Windchill nicht außer acht lassen. Dieser macht Winterhandschuhebesonders im Winter einen sehr guten Handschuh nötig.
Zusätzlich zu den üblichen Ausstattungsmerkmalen empfiehlt es sich entweder auf Griffheizung oder beheizbaren Handschuhe zu achten. Nur dann ist gewährleistet, dass die Hände nicht "einfrieren".
Auch wenn das Fahren mit sogenannten "Zwei-" bzw. "Dreifingerlingen" gewöhnungsbedürftig ist, so sind diese Handschuhe besonders warm.
Wie bei den Handschuhen für die Übergangszeit ist auch hier ratsam darauf zu achten, dass die Handschuhe "Wasserdicht" sind.

Regenhandschuhe

Hier hat man als Motorradfahrer drei Möglichkeiten zur Auswahl:

  1. Die Finger nass werden lassen. An einem warmen Sommertag ist dies nicht besonders schlimm. Nachteilig dabei ist nur dass die Handschuhe wieder eine ganze Weile brauchen bis sie richtig trocken sind und das Leder hart wird und leidet.
  2. Sogenannte Überzieher kaufen. Dies sind "Gummihandschuhe", die über die Motorradhandschuhe gezogen werden. Dies ist eigentlich eine klassische und immer noch verwendete Methode. Leider hat man an den meisten Motorrädern nicht die Möglichkeit die Handschuhe dauerhaft zu verstauen und wenn man sie dann mal braucht liegen sie mit Sicherheit Zuhause.
  3. Einweghandschuhe vom Arzt unter die Motorradhandschuhe anziehen. Zwar ist das dann nicht besonders warm, aber es hilft einem schon ein ganzes Stück weiter und die Einweghandschuhe sind leicht zu verstauen. Leider werden bei dieser Methode die Motorradhandschuhe nass und müssen hinterher lange trocknen.
  4. Handschuhe mit Membrane gibt es inzwischen zu genüge. In den meisten Fällen sind dies Handschuhe für den Winter oder die Übergangszeit.