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News >> Parkplatzsituation in Leverkusen




Wie in der Rheinischen Post zu lesen war, gibt es wohl in Leverkusen mal wieder "Ärger" mit ein paar Mitarbeitern des Ordnungsamtes.

Gemeint ist hier das Parken eines Motorrades auf dem Gehweg. Selbstverständlich ist es klar, dass ein Motorrad genauso geparkt werden muss wie ein Pkw. Über dieses Thema wird schon seit langem gestritten und die Rechtslage ist da sehr eindeutig.
Seit Jahren parken aber die Motorradfahrer auf den Gehwegen oder im Anfangsbereich der Fußgängerzonen, um den ohnehin knappen Parkraum für die Pkw-Fahrer frei zu halten.

Jahrelang hat die niemanden gestört und alle waren zufrieden.

Bis vor ein paar Jahren gab es in Wiesdorf einen "kleinen" Parkplatz für Motorradfahrer am Anfang der Fußgängerzone. Da dieser aber das Stadtbild verschandelt, wurde er verlegt. Der Parkplatz befindet sich jetzt hinter dem Treppenhaus zur Tiefgarage. Ein wirklich guter Standort, der mit einem großen Motorrad nicht schwer erreicht werden kann. Zuerst wären da die Taxis. danach kommt dann die Bordsteinkante. Und wer diese mit etwas zu viel Gas meistert, wird dann auch garantiert von der Mauer gebremst...

Ist es eigentlich erlaubt ein Fahrrad in der Fußgängerzone zu parken?

Nein !!!
Abgesehen davon, dass diese Unmenge von Drahteseln meiner Meinung nach das Erscheinungsbild der Fußgängerzone zur Mittagszeit wirklich negativ beeinflusst, greifen die gleichen Paragraphen auch bei den Fahrrädern.
Die Straßenverkehrsordnung kennt beim Thema Parken nur "Fahrzeuge". Es wir nicht ausdrücklich von "Kraftfahrzeugen" gesprochen. Damit sind dann also auch die Radfahrer betroffen. Es gibt keine Ausnahme, die das Parken von Fahrrädern in Fußgängerzonen erlaubt.

Darf man einen 50ccm Roller in der Fußgängerzone parken?

Auch hier ist die Antwort NEIN !!!
Die Begründung weicht nicht von der Begründung für die Fahrräder ab. Der §12 StVO gilt für ALLE Fahrzeuge.

Warum bekommen dann Roller und Radfahrer keine Knolle?

Die Antwort ist so einfach wie ungerecht...
DIE STADT IST PLEITE !!!!!!!
Und bevor man sich mal ein paar Gedanken über Sparmaßnahmen macht, sieht man lieber zu wie man noch mehr Geld beschaffen kann.
So einfach ist das. Es hat nichts mit Behinderung oder dem Stadtbild zu tun.
Der einzige Unterschied zwischen den erwähnten Fahrzeugen ist die Tatsache, dass Motorräder ein Kennzeichen habe, über welche der Halter sehr leicht zu ermitteln ist. Bei einem Versicherungskennzeichen (Roller) ist die nicht so einfach.

In den 80er Jahren gab es in Essen einen riesigen Aufstand, weil ein Parkplatz für Motorradfahrer entfernt wurde...
An einem "langen Samstag" trafen sich dann ein "paar" Motorradfahrer aus ganz Deutschland und belegten sämtlich Parkplätze in der Innenstadt. Ein Motorrad, ein Parkplatz.... 

Dort in Leverkusen nun auch so ein Parkraumboykott?

Auch wenn die Rheinische Post dies so in ihrer Ausgabe vom 06.05.2011 andeutet, so ist in unseren Kreisen noch nicht mal ansatzweise die Rede davon.

Zugegeben, witzig wäre das schon und es würde auch mal wieder zeigen, dass Motorradfahrer zusammen halten können...
Zumal ich heute eine Email aus Köln erhalten habe, in der es um das gleiche Problem geht. Das werden Motorradfahrer zur Kasse gebeten, weil sie auf einem breiten Gehweg OHNE Behinderung parken. Machen kann man da rechtlich leider gar nichts. Einzig und allein eine Protestaktion könnte da Abhilfe schaffen. Darum müssten sich meiner Meinung nach aber die Motorradfahrer aus Köln kümmern und so eine Aktion starten.
Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass viele Motorradfahrer aus der gesamten Region einem Aufruf folgen würden... 

Uns würden mal eure Erfahrungen zu diesem Thema interessieren.
Schreibt uns doch einfach mal einem Mail